SPORT MYTHOS

„Fußball ist die Sportart Nummer 1 in Deutschland!“

Man sieht Fußball fast jeden Tag im Fernsehen, Freunde gehen ins Stadion und sehr  viele Menschen haben in der Jugend selbst Fußball gespielt, auch zunehmend mehr Frauen. Daher kann Fußball nur die Sportart Nummer 1 in Deutschland sein. Aber ist das denn wirklich so?

  • WIE WURDE ES ERFORSCHT?

    Um das herauszufinden wurden 2009 bis 2011 fast 18.000 Personen in Deutschland nach ihrer Sportaktivität und ihrem Sportinteresse befragt, zum Teil durch Telefoninterviews, zum Teil durch eine Panel-Internetbefragung.

  • WAS KAM DABEI HERAUS?

    Die in Deutschland am häufigsten ausgeübten Sportarten sind Radsport/-fahren, Laufen und Schwimmen. Fußball kommt erst auf Platz 6, wenn es um die Häufigkeit des  Sporttreibens geht. Während Fußball von Erwachsenen eher selten betrieben wird, ist dies anders bei den Jugendlichen/Kindern.

    Tab. 1: Häufigkeit des Sporttreibens nach Sportart

     

    Tab. 1: Häufigkeit des Sporttreibens nach Sportart

     

    Allerdings ist Fußball in Bezug auf das Sportinteresse (also wie viele Menschen sich für   eine Sportart interessieren und dafür Geld ausgeben) mit Abstand auf dem ersten Platz (siehe Tab. 2).

     

    Mehr als 20% der Menschen in Deutschland geben für den Konsum von Fußball Geld aus. Mit einigem Abstand dahinter folgen Handball, Motorsport, Eishockey und Tennis.

  • FAZIT

    Bezüglich der aktiven Ausübung ist Fußball nur auf Platz sechs der Sportarten hinter Radsport, Laufen, Schwimmen, Fitness und Wandern. Dies sind alles Sportarten, die man ohne viel Aufwand betreiben kann. Fußballspielen   bedarf mehr organisatorischem Aufwand, da man z.B. Mitspieler, einen Fußballplatz und Tore braucht. In Bezug auf das Interesse an den Sportarten liegt Fußball allerdings mit   Abstand auf Platz 1.

  • MYTHOS WIEDERLEGT

    Fußball ist nur die am sechst meisten ausgeübte Sportart in Deutschland!

    Allerdings ist Fußball in Bezug auf das Interesse für den Sport mit Abstand  die Nummer 1!

  • LITERATUR

    Preuss, H.; Alfs, C. & Ahlert, G. (2012): Sport als Wirtschaftsbranche – Der Sportkonsum privater Haushalte in Deutschland. Wiesbaden: Gabler

  • ABTEILUNG

    Univ.-Prof. Dr. Holger Preuß

    Leiter der Abteilung Sportökonomie, Sportsoziologie und Sportgeschichte

     

     

    Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Institut für Sportwissenschaft

  • KONTAKT

    Christian Alfs, JGU

    alfs@uni-mainz.de

     

     

     

     

 

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